Lazy Tail Methode...

Kennt ihr das?
Man möchte beim Stricken einfach nur ein kleines, hübsches Highlight einbauen… und plötzlich hängt da hinten wieder ein zweiter Faden quer durchs halbe Projekt wie eine Weihnachtsgirlande mit Aggressionspotenzial.
Oder noch besser: Du strickst einen zweifarbigen Schal, machst stolz eine einzige Reihe in der Kontrastfarbe fertig und – schwupps – liegt der Faden am völlig falschen Ende des Schals und guckt dich hämisch an. Abschneiden? Neu ansetzen? Später drölfzigtausend Fäden vernähen? Nein, danke!
Genau deshalb liebe ich mittlerweile meine Lazy Tail Methode.
Denn seien wir ehrlich: Manche Projekte sehen von vorne wunderschön aus… und hinten ein bisschen wie emotionaler Kabelsalat.
Manchmal möchte man einfach:
- Kleine Farbakzente stricken,
- Hübsche Highlights setzen,
- Oder schicke Streifen einbauen
,… und zwar OHNE dabei den zweiten Faden gefühlt einmal um die ganze Welt mitzuschleppen zu müssen.
Was ist die Lazy Tail Methode überhaupt?
Kurz gesagt: Es ist meine persönliche Art, die Fadenlage zu überlisten, wenn der Faden mal wieder am falschen Ende gestrandet ist. Statt zu fluchen, zu weben oder zur Schere zu greifen, wandert der Faden über einen kleinen Schlaufen-Trick (inspiriert von der Roosemine-Technik) ganz entspannt und unsichtbar an den Startpunkt zurück. Ein fauler Faden (daher Lazy Tail), der sich mühsame Wege spart.
Mit dieser Technik wird das Ganze:
- Ordentlicher
- Entspannter
- Und ehrlich gesagt auch deutlich angenehmer zu stricken
Die Vorteile (oder: Warum deine Nerven sie lieben werden)
Alles, was beim Stricken weniger Gefluche verursacht, ist grundsätzlich eine hervorragende Idee. Mit dem Lazy Tail hast du:
- Ein gleichmäßigeres Strickbild
- Drastisch weniger Fädenvernähen bei Streifen
- Keine dicken Spannfäden-Wülste auf der Rückseite
- Und einfach ein rundum glücklicheres Strick-Gefühl
„Aha!“-Effekt gefällig?
Ob die Lazy Tail Methode jetzt die Strickwelt revolutioniert? Wahrscheinlich nicht 😄 Aber sie spart definitiv dieses kleine innere Drama, wenn sich hinten plötzlich wieder alles unnötigerweise zusammenzieht.
Weil man Strickkniffe aber viel besser versteht, wenn man sie in Bewegung sieht, habe ich ein Video für dich vorbereitet. Wenn du wissen willst, wie dieser geniale Faden-Trick genau funktioniert (egal ob beim Rundstricken für Socken oder beim Reihenstricken für deinen nächsten Schal) und wo die Grenzen der Methode liegen, dann hüpf mal rüber auf meine Technik-Unterseite:
👉 Hier geht es zur ausführlichen Erklärung & Video-Anleitung der Lazy Tail Methode!
Mach es dir mit deinen Nadeln gemütlich, probier den „Lazy Tail“ bei deiner nächsten Strickarbeit einfach mal ganz entspannt aus. Deine Rückseite und deine Geduldsfäden werden es dir danken!
In diesem Sinne... fröhliches Stricken!


